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Naturbaden in Saarland

2 Naturbäder in Saarland

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Die Standorte

Naturfreibad Primstal Naturbad

Naturfreibad Primstal

66620 Nonnweiler
5.0

Das Naturfreibad Primstal ist ein idyllischer Badeort inmitten der Natur, der komplett ohne chemische Wasseraufbereitung auskommt. Die Wasserqualität wird durch natürliche Prozesse sichergestellt, was das Bad besonders für empfindliche Haut attraktiv macht. Besucher genießen eine große Wasserfläche, Spielbereiche für Kinder und weitläufige Liegewiesen. Ein Beachvolleyballfeld, Tischtennis und ein Kiosk runden das Angebot ab, perfekt für eine entspannte Abkühlung an warmen Tagen.

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Eisschwimmen im Itzenplitzer Weiher (Merchweiler Seelöwen) Naturbad

Eisschwimmen im Itzenplitzer Weiher (Merchweiler Seelöwen)

66578 Schiffweiler-Heiligenwald

Der Itzenplitzer Weiher bei Schiffweiler-Heiligenwald im Saarland ist heute ein Naherholungsgebiet mit Rundweg, Wander- und Radstrecken und dem historischen Pumpenhaus als Wahrzeichen. Am Weiher richten die Merchweiler Seelöwen ihr traditionelles Eisschwimmen aus, das zuletzt über fünfzig Teilnehmende anzog. Berichten zufolge lag die Wassertemperatur dabei unter fünf Grad, teils nur bei etwa zwei Grad. Der Einstieg erfolgt vom Ufer aus, der Eintritt ist frei und Parkflächen liegen am Gelände.

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Naturbaden in Saarland: was du wissen solltest

Das Saarland kommt im Verzeichnis auf 2 Badestellen im Freien, bundesweit sind 130 erfasst. Die eine liegt in Nonnweiler, die andere in Schiffweiler-Heiligenwald, 22,2 Kilometer voneinander entfernt. Zum Vergleich: In Bayern, das die Liste mit 26 Stellen anführt, liegen im Mittel 8,9 Kilometer zwischen zwei Badestellen, in Baden-Württemberg sind es 4,9.

Eine der beiden saarländischen Stellen ist bewertet, mit 5,0 von 5 Punkten. Eintrittspreise und Wassertemperaturen sind hier nicht hinterlegt, beides erfährst du am ehesten über den einzelnen Eintrag. Wenn dir das Wasser im Freien zu unsicher ist: Für das Saarland führt das Verzeichnis zusätzlich 4 Eisbäder und 1 Kältekammer.

Zum Weiterlesen Eisbaden für Anfänger: die ersten vier Wochen Wie du anfängst, wie lange du bleibst und worauf du am offenen Gewässer achten solltest.

Häufige Fragen

Wie kalt wird das Wasser im Saarland im Winter? +

Das Saarland gehört zu den milderen Regionen Deutschlands, deshalb sinken die Gewässer im Hochwinter meist auf etwa 3 bis 6 Grad, in Kältephasen auch auf 1 bis 2 Grad. Kleinere Bergbauweiher und Waldteiche im Saar-Hunsrück-Raum kühlen schneller und tiefer aus als die großen Stauseen. Die Saar selbst bleibt durch Strömung und Staustufen meist knapp darüber. Genau hinzusehen lohnt: Bei einem Bericht über ein Neujahrsschwimmen am Losheimer Stausee wurden rund 7 Grad gemessen. Solche Werte sind für den Jahreswechsel hier durchaus realistisch.

Welche Gewässer im Saarland eignen sich zum Winterbaden? +

Die beiden großen offiziellen EU-Badegewässer des Landes sind der Bostalsee im Sankt Wendeler Land mit rund 120 Hektar Wasserfläche und der Losheimer Stausee mit rund 31 Hektar. Dazu kommen kleinere Weiher der Bergbaufolgelandschaft wie der Itzenplitzer Weiher und Naturbäder wie das Naturfreibad Primstal. Fließgewässer wie Saar und Prims sind wegen Schifffahrt, Wehren und Strömung deutlich problematischer. Für ein ruhiges Winterbad sind die Stauseen mit flachem, befestigtem Einstieg die praktischste Wahl.

Gibt es im Saarland Gruppen, bei denen man mitmachen kann? +

Ja. Am Losheimer Stausee trifft sich die während der Corona-Zeit entstandene Gruppe „Coldmunity" regelmäßig. Berichtet wird von sonntäglichen Treffen am Bootsanleger, bei denen jeder mitmachen kann; zum Neujahrsschwimmen kamen zuletzt gut zwei Dutzend Teilnehmende zusammen, die Altersspanne reichte von 13 bis 59 Jahren. Am Itzenplitzer Weiher richten die Merchweiler Seelöwen ein Eisschwimmen aus. Dazu kommen lose Treffs an Bostalsee und kleineren Weihern, die über Messenger-Gruppen laufen. Für den ersten Versuch ist der Anschluss an eine solche Gruppe sicherer und angenehmer als ein Alleingang.

Ist Eisbaden im Saarland überall erlaubt? +

Nein, es gilt die Regel: erlaubt, wo es nicht verboten ist und der Gewässereigentümer nichts dagegen hat. An den bewirtschafteten Stauseen und Naturbädern bestimmt der Betreiber, ob und wo im Winter gebadet werden darf. Außerhalb der Badesaison gibt es keine Aufsicht, und das Baden erfolgt auf eigene Gefahr. Trinkwassertalsperren und Naturschutzgewässer sind grundsätzlich gesperrt. Achte auf Beschilderung und Absperrungen und nutze die offiziellen Einstiege statt steiler oder vereister Uferböschungen.

Kann man in der Saar eisbaden? +

Die Saar ist auf weiten Strecken ausgebaute Bundeswasserstraße mit Berufsschifffahrt und Staustufen. Baden ist dort im Bereich von Schleusen sowie bis 100 Meter ober- und unterhalb von Brücken, Wehren und Hafeneinfahrten verboten, und die Sogwirkung an Schleusen und Wehren ist auch für geübte Schwimmer nicht beherrschbar. Dazu kommen im Winter Hochwasser, erhöhte Fließgeschwindigkeit und Treibgut. Für Kaltwasserbaden sind die Stauseen und Weiher die klar bessere und legale Alternative.

Frieren saarländische Gewässer zu? +

Vollständige Vereisung ist im milden Saarland die Ausnahme. Auf den Stauseen bildet sich in kalten Phasen allenfalls Randeis, kleine Weiher und Waldteiche können dagegen eine geschlossene Decke bekommen. Ein Eisloch zu schlagen ist keine Option: Die Decke trägt ungleichmäßig, und der Wiedereinstieg ohne Leiter und Sicherung ist der gefährlichste Teil des ganzen Unternehmens. Bei Eis lieber auf ein tieferes, offenes Gewässer ausweichen oder den Termin ausfallen lassen.

Wann beginnt und endet die Winterbade-Saison? +

Die kalte Phase liegt etwa zwischen Mitte Dezember und Anfang März, mit den niedrigsten Werten meist im Februar. Die Neujahrsschwimmen am 1. Januar sind im Saarland der bekannteste Termin und ziehen jedes Jahr Schaulustige an. Wer regelmäßig baden will, beginnt aber besser im September und kühlt mit dem Wasser mit. Das erspart den harten Einstieg. Viele Gruppen im Land schwimmen ganzjährig, weil die Kälteanpassung sonst über den Sommer verloren geht.

Wie lange sollte man im Wasser bleiben? +

Eine im Saarland verbreitete Faustregel unter Winterbadenden lautet: so viele Minuten wie Grad Wassertemperatur, also bei 7 Grad etwa sieben Minuten. Für Anfänger ist selbst das zu viel. Dreißig Sekunden bis eine Minute reichen für den Anfang völlig, und die Dauer steigert man über Wochen. Wichtiger als die Uhr ist das eigene Gefühl: Sobald das Zittern unkontrolliert wird, die Hände steif werden oder die Atmung nicht ruhig läuft, sofort raus. Der Kältereiz wirkt auch bei kurzer Dauer, das Risiko steigt dagegen mit jeder zusätzlichen Minute stark an.

Wo kann man sich nach dem Bad aufwärmen? +

Die entscheidende Erwärmung kommt von innen und durch Bewegung: trockene Kleidung in Schichten, Mütze, heißes Getränk aus der Thermoskanne und fünfzehn bis zwanzig Minuten zügiges Gehen. Eine sofortige heiße Dusche belastet den Kreislauf und verstärkt das Afterdrop-Gefühl, wenn kaltes Blut aus den Extremitäten zurückströmt. An Bostalsee und Losheimer Stausee gibt es Gastronomie in Laufweite, teilweise auch Saunaangebote in der Nähe. An kleineren Weihern musst du dich auf Umziehen im Freien einstellen: Badeponcho und Sitzunterlage einpacken.

Welche Ausrüstung ist sinnvoll? +

Neoprenschuhe sind an den saarländischen Bergbauweihern und Stauseen sinnvoll, weil die Ufer oft steinig, schlammig oder mit Wurzeln durchsetzt sind. Dazu kommen Mütze, Neoprenhandschuhe für die ersten Wochen, ein Wasserthermometer, eine Schwimmboje in Signalfarbe und reichlich trockene Wechselkleidung. Eine Stirnlampe ist ab Dezember nützlich, weil es früh dunkel wird und viele Uferwege unbeleuchtet sind. Eine Uhr oder ein Timer hilft, die Verweildauer nicht zu überziehen.

Ist Eisbaden allein gefährlich? +

Ja. In den ersten dreißig Sekunden löst der Kälteschock unwillkürliches Luftschnappen und Hyperventilation aus, was im Wasser lebensgefährlich sein kann; danach lässt die Muskelkraft rasch nach und der Ausstieg über ein rutschiges Ufer misslingt leicht. Bade deshalb immer mit mindestens einer weiteren Person, bleib in Ufernähe und verzichte auf Strecken schwimmen. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Epilepsie oder in der Schwangerschaft vorher ärztlich abklären lassen. Alkohol vor dem Bad ist tabu.

Wie ist die Wasserqualität im Winter? +

Die amtliche Überwachung der saarländischen EU-Badegewässer wie Bostalsee und Losheimer Stausee läuft nur in der Sommersaison, im Winter werden keine Werte veröffentlicht. Kaltes Wasser ist mikrobiologisch meist unkritisch, und Blaualgenblüten, die im Sommer gelegentlich zu Warnungen führen, spielen im Winter keine Rolle. Nach Starkregen können jedoch Einträge aus Feldern und Kanalisation die Belastung kurzfristig erhöhen. Dann ein bis zwei Tage warten. Wasser nicht schlucken und offene Wunden abdecken ist die einfache Grundregel.

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