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Naturbaden in Rheinland-Pfalz

3 Naturbäder in Rheinland-Pfalz

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Die Standorte

Silvesterabschwimmen der Berufsfeuerwehr Mainz im Rhein Naturbad

Silvesterabschwimmen der Berufsfeuerwehr Mainz im Rhein

55116 Mainz

Am 31. Dezember veranstaltet die Feuerwehr Mainz ihr traditionelles Silvesterabschwimmen im Rhein. Einstieg ist über die Treppe am Kaisertor am Adenauerufer, von dort geht es rund einen halben Kilometer flussabwärts bis zum Feldbergtor. Die Teilnehmenden sammeln sich ab halb zehn, gegen zehn Uhr gibt der Oberbürgermeister das Startsignal. Rettungsboote begleiten das Feld, erwartet werden jedes Jahr etwa 200 Schwimmer.

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Eisbaden / Dreikönigsschwimmen am Gelterswoog Naturbad

Eisbaden / Dreikönigsschwimmen am Gelterswoog

67661 Kaiserslautern

Der Gelterswoog liegt rund elf Kilometer südlich von Kaiserslautern bei Hohenecken mitten im Pfälzerwald und ist seit 1978 als Naturdenkmal ausgewiesen. Der rund zwölf Hektar große Weiher hat flache Ufer, einen Sandsteinstrand und große Liegewiesen, dazu Volleyball, Minigolf und Spielplatz. Direkt am See gibt es einen großen Parkplatz, die Buslinie 111 fährt bis zum Gelterswoog.

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Neujahrstauchen am Rheinstrand Ingelheim Naturbad

Neujahrstauchen am Rheinstrand Ingelheim

55218 Ingelheim am Rhein

Am Ingelheimer Rheinstrand findet jedes Jahr am 1. Januar das Neujahrstauchen statt, organisiert vom Verein Neujahrstauchen e.V. Das Programm beginnt gegen dreizehn Uhr mit Musik, am frühen Nachmittag laufen die Teilnehmenden nach einem Countdown in den Rhein, tauchen einmal unter und kehren zurück. Umkleidezelte stehen bereit, DLRG und Malteser sichern an Land und im Wasser ab. Vor Ort gibt es Erbsensuppe, Würstchen und Glühwein. Die Teilnahme ist kostenlos, Spendenboxen stehen bereit.

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Naturbaden in Rheinland-Pfalz: was du wissen solltest

Rheinland-Pfalz ist mit 3 Stellen zum Naturbaden im Verzeichnis vertreten, je eine in Mainz, in Ingelheim am Rhein und in Kaiserslautern. Zwischen den beiden nächstgelegenen liegen 18,6 Kilometer, weiter auseinander geht es im Rest des Landes. Bundesweit führt das Verzeichnis 128 solcher Stellen in 103 Städten, Rheinland-Pfalz stellt davon drei.

Preise sind zu keinem der drei Einträge hinterlegt, Wassertemperaturen ebenso wenig, und bewertet ist bisher keiner. Mehr als die Orte selbst geben die Daten hier noch nicht her. Wenn du in der Region etwas anderes suchst: Für Rheinland-Pfalz führt das Verzeichnis zusätzlich 2 Eisbäder und 6 Kältekammern.

Zum Weiterlesen Eisbaden für Anfänger: die ersten vier Wochen Wie du anfängst, wie lange du bleibst und worauf du am offenen Gewässer achten solltest.

Häufige Fragen

Wie kalt werden Rhein und Mosel im Winter? +

Große Flüsse wie Rhein und Mosel kühlen langsam aus und bleiben in der Regel deutlich über dem Gefrierpunkt; im Hochwinter liegen die Werte meist bei etwa 3 bis 7 Grad, in ausgeprägten Kältewellen auch darunter. Das Rheintal und die Weinbaulagen an Mosel und Nahe gehören zu den mildesten Ecken Deutschlands, deshalb fällt die Wassertemperatur selten so tief wie in Mittelgebirgsweihern. Kleine Gewässer im Pfälzerwald, in der Eifel oder im Westerwald sind dagegen regelmäßig ein bis drei Grad kälter. Miss vor dem Einstieg selbst: Pegelportale geben für kleine Gewässer keine Werte aus.

Darf man im Rhein überhaupt baden? +

Der Rhein ist die meistbefahrene Wasserstraße Europas, und nach der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung ist Baden im Bereich von Schleusen sowie bis 100 Meter ober- und unterhalb von Brücken, Wehren, Fähr- und Schiffsanlegern und Hafeneinfahrten verboten; an Rheinhäfen gilt ein absolutes Badeverbot. Die Wasserschutzpolizei ahndet Verstöße mit Verwarnungen und Bußgeldern. Die bekannten rheinland-pfälzischen Termine in Ingelheim und Mainz sind genau deshalb angemeldete Veranstaltungen mit Absicherung durch Feuerwehr, DLRG und Wasserschutzpolizei. Auf eigene Faust in den Rhein zu steigen, ist weder erlaubt noch verantwortbar.

Worauf muss man beim Eisbaden in Rhein und Mosel achten? +

Die Strömung im Rhein ist ufernah stärker als sie aussieht, Buhnenfelder erzeugen Rückströmungen und Wirbel, und vorbeifahrende Schiffe verursachen Sog und Wellenschlag. Im Winter kommen Hochwasserwellen, erhöhte Fließgeschwindigkeit und Treibgut wie Äste und Baumstämme dazu, die man im trüben Wasser nicht sieht. Steinpackungen und Uferbefestigungen sind mit Algen bewachsen und extrem rutschig. Wer überhaupt in den Fluss geht, tut das nur bei niedrigem Pegel, an einer flachen bekannten Stelle, in Ufernähe, mit Neoprenschuhen und mit einer Person an Land.

Welche stehenden Gewässer eignen sich in Rheinland-Pfalz? +

Für ruhiges Kaltbaden sind Weiher und Seen die bessere Wahl als die großen Flüsse. Im Pfälzerwald liegen mehrere Waldweiher mit flachem Einstieg, in der Vulkaneifel die Maare, im Westerwald der Dreifelder Weiher und die Seenplatte, dazu kommen Baggerseen entlang des Rheins und der Nahe. Wichtig ist, dass Baden dort erlaubt ist: An vielen Maaren und Naturschutzweihern gelten Einschränkungen, Trinkwasserspeicher sind grundsätzlich gesperrt. Achte auf Beschilderung und nutze möglichst ausgewiesene Badestellen mit festem Ufer.

Frieren die Gewässer in Rheinland-Pfalz zu? +

Rhein, Mosel, Nahe und Saar frieren wegen Strömung und Wassermenge praktisch nie zu; höchstens in extremen Wintern bildet sich Treibeis am Rand. Kleine Waldweiher im Pfälzerwald, in der Eifel und im Hunsrück bekommen in Kältephasen durchaus eine geschlossene Decke, tiefe Maare bleiben meist offen. Wenn du Eis vorfindest, ist das ein Grund, den Termin abzusagen. Eine dünne Decke trägt nicht und der Ausstieg aus einem Eisloch ist der gefährlichste Moment. Für stabile Bedingungen sind tiefere Gewässer und Fließgewässerabschnitte die zuverlässigere Wahl.

Wann beginnt und endet die Eisbade-Saison? +

Die eigentliche Kältesaison liegt etwa zwischen Mitte Dezember und Anfang März, mit den niedrigsten Werten im Februar. In Rheinland-Pfalz ballen sich die bekannten Termine um den Jahreswechsel: Silvester- und Neujahrsschwimmen in Mainz, Ingelheim und an Weihern der Pfalz. Sinnvoll einsteigen kannst du aber schon im Spätsommer, indem du regelmäßig schwimmst, während das Wasser langsam abkühlt. Wer erst zu Silvester das erste Mal geht, sollte sich auf wenige Sekunden beschränken und sich an eine erfahrene Gruppe halten.

Gibt es Gruppen und Veranstaltungen zum Mitmachen? +

Ja, die Region hat eine ausgeprägte Tradition der Neujahrs- und Silvesterschwimmen, getragen von Feuerwehren, Tauchclubs, DLRG-Ortsgruppen und Vereinen. Dazu kommen regelmäßige, informelle Kaltwassertreffs an Weihern und Baggerseen, die über Messenger-Gruppen laufen und Gäste willkommen heißen. Bei den großen Flussveranstaltungen ist eine Voranmeldung üblich, teils mit Mindestalter, Schwimmnachweis und Startgeld für einen guten Zweck. Termine werden meist im Herbst veröffentlicht. Früh anmelden, die Plätze sind begrenzt.

Braucht man eine Genehmigung? +

Privates Baden an einem freigegebenen See braucht keine Genehmigung, nur die Erlaubnis des Gewässereigentümers beziehungsweise ein fehlendes Badeverbot. Ein organisiertes Schwimmen in Rhein oder Mosel ist dagegen ein Eingriff in den Schiffsverkehr und muss mit dem zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt, der Wasserschutzpolizei und den Rettungskräften abgestimmt werden; ohne diese Absprache ist es nicht zulässig. Deshalb gibt es bei diesen Events Sperrungen, Begleitboote und feste Ein- und Ausstiegsstellen. Als Einzelperson kannst du dich solchen Veranstaltungen anschließen, aber nicht selbst eine Flussstrecke freigeben.

Wo kann man sich nach dem Bad aufwärmen? +

Bei den organisierten Terminen in Mainz und Ingelheim gibt es üblicherweise beheizte Zelte, Umkleidemöglichkeiten und Verpflegung vor Ort. Privat gilt: trockene Kleidung in Schichten, Mütze, heißes Getränk aus der Thermoskanne und zügiges Gehen für fünfzehn bis zwanzig Minuten. Das ist wirksamer und kreislaufschonender als eine sofortige heiße Dusche. Manche Gruppen bringen eine mobile Fasssauna mit oder kombinieren das Bad mit einem Besuch in einer Therme, von denen es in Rheinland-Pfalz und der angrenzenden Pfalz einige gibt. Rechne die Aufwärmzeit fest in deine Planung ein.

Welche Ausrüstung ist sinnvoll? +

An Rhein und Mosel sind feste Neoprenschuhe mit gutem Profil praktisch unverzichtbar, weil die Uferbefestigungen aus rutschigen Steinpackungen bestehen. Dazu kommen Mütze, Neoprenhandschuhe, ein Wasserthermometer, eine Schwimmboje in Signalfarbe für die Sichtbarkeit und viel trockene Wechselkleidung samt Badeponcho. Bei Flussbädern ist eine zweite Person an Land mit Wurfsack oder Rettungsleine sinnvoll. Weil es im Dezember früh dämmert, gehören Stirnlampe und Reflektoren ins Gepäck.

Ist Eisbaden allein gefährlich? +

Ja, und im Fließgewässer ganz besonders. Der Kälteschock verursacht in den ersten Sekunden unwillkürliches Einatmen und Hyperventilation, danach verlierst du rasch Kraft und Greiffähigkeit. In Strömung reicht das, um die Kontrolle zu verlieren. Bade nie allein, kläre vorher, wo du wieder herauskommst, und plane den Ausstieg mit Reserve. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck oder Schwangere sollten vorab ärztlich klären, ob Kaltwasserbaden für sie geeignet ist.

Wie ist die Wasserqualität im Winter? +

Die amtliche Badegewässerüberwachung läuft nur in der Sommersaison von etwa Mitte Mai bis Mitte September; im Winter werden keine Proben gezogen. Im kalten Wasser sind Bakterienzahlen normalerweise niedrig und Blaualgen kein Thema, aber nach Starkregen und Hochwasser steigen Trübung und Keimbelastung in Rhein, Mosel und Nahe deutlich an. Dann lieber ein bis zwei Tage warten, Wasser nicht schlucken, den Kopf oben lassen und offene Wunden wasserdicht abdecken. Nach dem Flussbad gründlich duschen ist sinnvoll.

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