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Naturbaden in Brandenburg

2 Naturbäder in Brandenburg

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Die Standorte

Ice Dippers Berlin – Kiessee Schildow (Brandenburg-Standort) Naturbad

Ice Dippers Berlin – Kiessee Schildow (Brandenburg-Standort)

16552 Mühlenbecker Land / Schildow

Die Ice Dippers sind eine offene Eisbade-Community aus Berlin, die neben Terminen in der Stadt einen wechselnden Brandenburg-Standort betreut. Aktuell ist das der Kiessee Schildow in der Gemeinde Mühlenbecker Land, nördlich von Berlin. Getroffen wird sich samstags um 10 Uhr, die Saison läuft laut eigener Website von November bis März.

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Eisbaden im Heiligen See (Die Heilkraft der Kälte) Naturbad

Eisbaden im Heiligen See (Die Heilkraft der Kälte)

14469 Potsdam

Der Heilige See im Potsdamer Neuen Garten ist 34 Hektar groß und bis rund 13 Meter tief, grundwassergespeist und ohne oberirdische Zuflüsse. Gebadet wird an der flachen Badewiese am Nordufer mit geeignetem Wasserzugang, daneben liegt ein kleiner FKK-Bereich. Formal ist das Baden nach der Parkordnung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten verboten und wird an dieser Stelle nur geduldet.

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Naturbaden in Brandenburg: was du wissen solltest

Brandenburg steht im Verzeichnis mit 2 Badestellen im Freien, verteilt auf zwei Orte: eine in Potsdam, eine in Schildow im Mühlenbecker Land. Zwischen beiden liegen 35,6 Kilometer. Du wählst hier also weniger zwischen Alternativen als zwischen zwei Himmelsrichtungen. Bundesweit führt das Verzeichnis 130 solcher Stellen, an der Spitze Bayern mit 26 und Baden-Württemberg mit 21.

Preise nennt für Brandenburg keiner der beiden Einträge, Wassertemperaturen stehen ebenfalls nicht dabei, und bewertet ist bisher keine der Stellen. Namentlich geht es um den Heiligen See in Potsdam und den Kiessee in Schildow.

Wenn dir zwei Adressen zu wenig sind: Für Brandenburg führt das Verzeichnis zusätzlich 8 Eisbäder und 3 Kältekammern. Kaltes Wasser findest du im Land also deutlich häufiger bei einem Anbieter als an einer freien Badestelle. Zum Vergleich: In den Ländern an der Spitze der Liste stehen 26, 21 und je 16 Stellen, und die 35,6 Kilometer zwischen den beiden Brandenburger Einträgen sind mehr als das Siebenfache der 4,9 Kilometer, die in Baden-Württemberg zwischen zwei Stellen liegen.

Zum Weiterlesen Eisbaden für Anfänger: die ersten vier Wochen Wie du anfängst, wie lange du bleibst und worauf du am offenen Gewässer achten solltest.

Häufige Fragen

Wie kalt werden die Seen in Brandenburg im Winter? +

Brandenburg hat das kontinentalste Klima aller westlichen Bundesländer, deshalb kühlen die Seen im Winter stark aus: In Januar und Februar liegen die Wassertemperaturen meist bei 1 bis 4 Grad, in Kältewellen unmittelbar über dem Gefrierpunkt. Flache Seen und Kleingewässer reagieren schnell auf Kaltluft, tiefe Rinnenseen wie der Stechlinsee oder der Heilige See in Potsdam kühlen langsamer aus. Wind und Schneeschmelze können die Werte innerhalb weniger Tage deutlich verändern. Nimm ein Wasserthermometer mit. Die gemessene Temperatur bestimmt, wie lange du drin bleiben solltest.

Ist Baden in Brandenburg überall erlaubt? +

Das Brandenburgische Wassergesetz zählt das Baden in oberirdischen Gewässern zum Gemeingebrauch: Jeder darf sie ohne Erlaubnis zum Baden nutzen, soweit keine erhebliche Beeinträchtigung des Gewässers und seiner Ufer zu erwarten ist und es sich nicht um Gewässer der Trinkwasserversorgung handelt. Die Wasserbehörde kann den Gemeingebrauch aber im Einzelfall oder per Allgemeinverfügung einschränken oder verbieten. Praktisch heißt das: Baden ist dort erlaubt, wo es nicht ausdrücklich untersagt ist, und Verbote gibt es an Naturschutzgewässern, in Trinkwasserschutzgebieten und an vielen Bergbaufolgeseen. Der Zugang zum Ufer ist eine zweite Frage: Private Grundstücke und Schilfzonen darfst du nicht einfach queren.

Was gilt an den Lausitzer Tagebauseen? +

Die Bergbaufolgeseen im Lausitzer Seenland sind teilweise noch in der Sanierung, und große Uferabschnitte sind wegen Rutschungs- und Setzungsfließgefahr gesperrt. Diese Sperrungen sind ernst zu nehmen: Locker gelagerte Kippenböden können ohne Vorwarnung großflächig abrutschen, auch weit vom Wasser entfernt. Nutze deshalb ausschließlich die offiziell freigegebenen Strände und Badestellen und halte dich an Beschilderung und Absperrungen, auch wenn im Winter niemand kontrolliert. Im Zweifel bei der Gemeinde oder beim Seenverwalter nachfragen, welche Bereiche freigegeben sind.

Welche Gewässer frieren zu und welche bleiben offen? +

Die flachen Seen und Teiche der Mark frieren in kalten Wintern regelmäßig zu, oft für mehrere Wochen, und auch Buchten großer Seen bekommen eine Decke. Tiefe Rinnenseen wie Stechlin, Werbellinsee oder Scharmützelsee frieren nur in strengen Wintern vollständig zu, dort bleibt meist eine offene Mitte. Havel, Spree und Dahme bleiben durch Strömung und Schiffsverkehr größtenteils offen, führen aber Treibeis. Wer eine Eisdecke vorfindet, sollte das Bad absagen. Die Decke trägt selten gleichmäßig, und der Wiedereinstieg aus einem Eisloch ist der gefährlichste Teil.

Darf man eine Eisdecke betreten, um ein Badeloch zu schlagen? +

Davon ist dringend abzuraten. Die Dicke einer Eisdecke schwankt erheblich, besonders an Zuflüssen, über Quellen, bei Schilfkanten und in Bereichen mit Wasserbewegung; Schnee auf dem Eis verbirgt zudem Schwachstellen. Wer einbricht, ist ohne Sicherung kaum in der Lage, sich selbst herauszuziehen, weil Kraft und Greiffähigkeit innerhalb von Minuten verschwinden. Wenn überhaupt, machen das nur erfahrene Gruppen mit Leiter, Sicherungsleine, markiertem Loch und Personal an Land. Für Privatpersonen ist ein offenes Gewässer immer die bessere Wahl.

Wann beginnt und endet die Eisbade-Saison in Brandenburg? +

Die kalte Phase reicht etwa von Dezember bis Mitte oder Ende März, die tiefsten Wassertemperaturen werden meist im Februar erreicht. Erfahrene Winterbader beginnen im September, wenn das Wasser noch warm ist, und bleiben durchgehend dabei. So gewöhnt sich der Körper stufenweise an die Kälte. Rund um Silvester und Neujahr finden in Brandenburg und Berlin zahlreiche Anbade- und Neujahrsschwimmen statt. Wer erst im Januar einsteigt, sollte sich auf wenige Sekunden beschränken und unbedingt in Begleitung baden.

Gibt es in Brandenburg Gruppen und Vereine zum Mitmachen? +

Ja, und durch die Nähe zu Berlin ist die Szene rund um Potsdam und im Berliner Umland besonders aktiv. Neben dem Treff am Potsdamer Heiligen See gibt es Kaltwassergruppen an zahlreichen Seen im Havelland, im Ruppiner Land und am Rand der Metropolregion, die sich meist über Messenger und Social Media verabreden. Berliner Winterschwimm-Vereine mit langer Tradition nutzen ebenfalls Gewässer im Brandenburger Umland. Als Gast wirst du bei den meisten Treffs unkompliziert mitgenommen. Für den Einstieg ist das deutlich sicherer als ein Alleingang.

Worauf muss man beim Baden in Havel, Spree und Dahme achten? +

Havel, Spree, Dahme und die Wasserstraßen dazwischen sind schiffbar; Baden ist im Bereich von Schleusen sowie bis 100 Meter ober- und unterhalb von Brücken, Wehren und Hafeneinfahrten verboten. Im Winter ruht zwar ein Teil des Freizeitverkehrs, Berufs- und Fahrgastschiffe fahren aber weiter, und Sog und Wellenschlag sind erheblich. Dazu kommen Strömung an Engstellen, Treibeis und rutschige Spundwände, an denen man nicht herauskommt. Wenn du im Fließgewässer badest, wähle eine flache Uferstelle mit klarem Ausstieg und habe immer jemanden an Land.

Wie nimmt man im Winter Rücksicht auf die Natur? +

Viele Brandenburger Seen liegen in Naturschutz-, Landschaftsschutz- oder FFH-Gebieten, in denen Wegegebot und Betretungsverbote für Uferzonen gelten. Im Winter sind die Gewässer außerdem wichtige Rast- und Überwinterungsplätze für Wasservögel; wer eine offene Wasserfläche betritt, kann ganze Trupps aufscheuchen und sie Energie kosten, die sie dringend brauchen. Halte deshalb Abstand zu Vogelansammlungen, bleib auf den Wegen, queere keine Schilfgürtel und nutze feste Einstiege statt neuer Trampelpfade. Hunde gehören an Badestellen im Winter an die Leine.

Welche Ausrüstung ist an Brandenburger Seen sinnvoll? +

Neoprenschuhe sind wichtig, weil viele märkische Seen weiche Schlammböden, Muschelbänke, Wurzeln und Totholz im Uferbereich haben. Dazu gehören eine Mütze, Neoprenhandschuhe für die Eingewöhnung, ein Wasserthermometer, eine Schwimmboje in Signalfarbe und reichlich trockene Wechselkleidung mit Badeponcho. Weil viele Badestellen abseits liegen und die Zuwege vereist oder schlammig sind, sind feste Schuhe, Stirnlampe und ein geladenes Handy Pflicht. Eine isolierende Matte zum Umziehen verhindert, dass du dir die Füße auf gefrorenem Boden kalt stellst.

Ist Eisbaden allein gefährlich? +

Ja, ganz besonders an abgelegenen Seen, wo im Winter kaum jemand unterwegs ist. In den ersten Sekunden führt der Kälteschock zu unwillkürlichem Luftschnappen und Hyperventilation, danach verlieren Arme und Hände binnen Minuten Kraft, sodass der Ausstieg über einen rutschigen, schlammigen Uferhang scheitern kann. Bade immer mit mindestens einer Person, die an Land bleibt, halte dich in stehtiefem Wasser und steige lieber zu früh aus. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck oder in der Schwangerschaft vorher ärztlich abklären lassen, und niemals nach Alkohol ins kalte Wasser.

Wie ist die Wasserqualität im Winter, und was ist mit Zugang und Anfahrt? +

Die amtliche Badegewässerüberwachung läuft in Brandenburg nur in der Sommersaison; im Winter gibt es keine Messwerte, dafür aber auch keine Blaualgenprobleme, weil diese Kälte nicht mögen. Nach Starkregen oder Schneeschmelze kann die Trübung kurzfristig zunehmen. Dann besser warten und Wasser nicht schlucken. Praktisch wichtiger ist die Erreichbarkeit: Parkplätze an Badestellen sind im Winter oft nicht geräumt, Waldwege matschig oder vereist und Schranken geschlossen. Plane mehr Zeit ein und prüfe vorher, ob der gewohnte Einstieg überhaupt zugänglich ist.

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