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Naturbaden in Sachsen

8 Naturbäder in Sachsen

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Die Standorte

Chemnitzer Winterschwimmer – Stausee Oberwald Naturbad

Chemnitzer Winterschwimmer – Stausee Oberwald

09337 Callenberg / Hohenstein-Ernstthal

Der Stausee Oberwald liegt bei Callenberg nördlich der A4-Anschlussstelle Hohenstein-Ernstthal, westlich von Chemnitz. Der rund 16 Hektar große See entstand 1982 aus einem Tagebaurestloch und hat einen etwa 360 Meter langen Strand mit FKK-Bereich, Campingplatz und Gastronomie. Die Chemnitzer Winterschwimmer haben dort eine Tradition: Zu Neujahr sprangen zuletzt rund 30 Winterschwimmer in die Fluten, bei Wassertemperaturen um null Grad. Der Einstieg ist flach über den Sandstrand.

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Eisbaden in der Zschopau (Braunsdorf / Lichtenwalde) Naturbad

Eisbaden in der Zschopau (Braunsdorf / Lichtenwalde)

09577 Niederwiesa-Braunsdorf (Mittelsachsen)

In Niederwiesa-Braunsdorf geht es zum Eisbaden in die Zschopau, und zwar am Wehr bei der Braunsdorfer Kanusportanlage zwischen Braunsdorf und Lichtenwalde. Dort trifft sich wöchentlich eine Gruppe rund um Initiator Alexander Himpel, der seit acht Jahren in der Zschopau badet; das gemeinsame Format läuft seit vier Jahren. Gebadet wird im Flusswasser, teils mit Mütze und Handschuhen, der Einstieg erfolgt vom Ufer am Wehr. Weitere Eisbade-Gemeinschaften gibt es in Oederan und Falkenau.

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Eisfüchse Dresden – Winterschwimmen Kiesgrube Pratzschwitz Naturbad

Eisfüchse Dresden – Winterschwimmen Kiesgrube Pratzschwitz

01796 Pirna-Pratzschwitz (Raum Dresden)

Die Eisfüchse Dresden trainieren an der Kiesgrube Birkwitz-Pratzschwitz, einem ehemaligen Kiestagebau zwischen Pillnitz und Pirna, rund 15 Kilometer von Dresden entfernt. Der See ist etwa 45 Hektar groß und bis zu zwölf Meter tief, ausgewiesen als EU-Badegewässer mit sehr guter Wasserqualität. Treffpunkt ist jeden Samstag um 11 Uhr am Parkplatz, von dort geht es gemeinsam ans Wasser. Mutige Winterschwimmer sind ausdrücklich willkommen.

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Faschingsschwimmen in der Elbe (DLRG Dresden) Naturbad

Faschingsschwimmen in der Elbe (DLRG Dresden)

01307 Dresden

Das Faschingsschwimmen in der Elbe ist eine Veranstaltung des DLRG Bezirks Dresden, die seit 1998 jährlich zur Faschingszeit stattfindet, traditionell am ersten Sonntag im Februar. Treffpunkt ist der DLRG-Infostand auf den Elbwiesen unterhalb der Augustusbrücke auf der Neustädter Seite, Beginn ist um 11 Uhr.

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Health Meeting Leipzig – Winter- & Eisbaden Cospudener See Naturbad

Health Meeting Leipzig – Winter- & Eisbaden Cospudener See

04416 Leipzig / Markkleeberg

Das Health Meeting Leipzig organisiert seit 2014 kostenloses Outdoor-Training, das im Winter Winter- und Eisbaden einschließt. Getroffen wird sich montags, mittwochs und donnerstags, bevorzugt am Cospudener See oder an der Weißen Elster in Schleußig. Der Nordstrand ist der größte Sandstrand Sachsens, rund einen Kilometer lang und nur fünf Kilometer vom Leipziger Zentrum entfernt. Der Einstieg ist flach und sandig, die Buslinien 65 und 79 halten direkt dort.

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Leipziger Pinguine e.V. (Winterschwimmen Kulkwitzer See) Naturbad

Leipziger Pinguine e.V. (Winterschwimmen Kulkwitzer See)

04420 Leipzig / Markranstädt

Die Leipziger Pinguine sind ein Winterschwimm- und Langstreckenschwimmverein, der auf eine Gruppe von 1982 zurückgeht und seit 2001 eingetragen ist. Trainiert wird im Kulkwitzer See westlich von Leipzig, Treffpunkt ist die Tauchschule Delphin am Ostufer bei Lausen. Von Ende September bis Ende April geht es jeden Samstag um 14 Uhr nach kurzer Erwärmung ins Wasser. Der Verein hat rund 25 Mitglieder im Alter von etwa 46 bis 72 Jahren.

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Pirnaer Eisbrecher (VfL Pirna-Copitz 07 e.V., Abt. Winterschwimmen) Naturbad

Pirnaer Eisbrecher (VfL Pirna-Copitz 07 e.V., Abt. Winterschwimmen)

01796 Pirna

Der VfL Pirna-Copitz 07 hat eine eigene Abteilung Winterschwimmen, die sich Pirnaer Eisbrecher nennt. Gebadet wird im Natursee im Naherholungszentrum Pirna-Copitz, einem rund 5,5 Hektar großen Badesee mit Sand- und Rasenstrand, Volleyballfeldern und Campingbereich. Das Gelände ist täglich bis 21 Uhr frei zugänglich. Höhepunkt ist das jährliche Winterschwimmen im Natursee Copitz, das bereits über 40 Auflagen hat; dazu kommt das Silvesterbaden.

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Stauseebad Cossebaude – Winterschwimmen Naturbad

Stauseebad Cossebaude – Winterschwimmen

01156 Dresden

Das Stauseebad Cossebaude liegt an der westlichen Stadtgrenze Dresdens, Am Stausee 1 beziehungsweise Meißner Straße 26, und ist mit rund 45.000 Quadratmetern Wasserfläche eines der größten Freibäder der Stadt. Seit Januar 2025 gibt es dort ein Winterschwimmen, das von 11 bis 13 Uhr läuft und kostenfrei ist; inzwischen wurde die Reihe um ein Frühlingsschwimmen ergänzt. Zum Aufwärmen stehen Außensaunen bereit, dazu gibt es Speisen und Getränke. Um Anmeldung wird gebeten.

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Naturbaden in Sachsen: was du wissen solltest

Für Sachsen führt das Verzeichnis 8 Stellen zum Naturbaden, verteilt auf sieben Orte. Zwei davon liegen in Dresden, je eine in Markranstädt und in Markkleeberg bei Leipzig, die übrigen verteilen sich einzeln über das Land. Es geht dabei an einen Stausee, in eine Kiesgrube und in offene Flussabschnitte von Elbe und Zschopau.

Von einer Stelle zur nächsten sind es im Mittel 12,7 Kilometer, das engste Paar trennen 9,4. Kürzere Wege gibt es bundesweit nur in Baden-Württemberg mit 4,9 und in Bayern mit 8,9 Kilometern, Sachsen liegt damit auf Platz drei der Dichte. Nach der reinen Zahl reicht es nicht nach vorn: Bayern kommt auf 26 Stellen, Baden-Württemberg auf 21, bundesweit sind es 130.

Preise, Wassertemperaturen und Bewertungen sind für die sächsischen Einträge nicht hinterlegt, du findest hier vor allem Gruppen und feste Termine wie die Chemnitzer Winterschwimmer am Stausee Oberwald oder die Eisfüchse Dresden an der Kiesgrube Pratzschwitz. Wer die trockene Kälte dem Wasser vorzieht: Für Sachsen führt das Verzeichnis zusätzlich 10 Kältekammern und 7 Eisbäder.

Zum Weiterlesen Eisbaden für Anfänger: die ersten vier Wochen Wie du anfängst, wie lange du bleibst und worauf du am offenen Gewässer achten solltest.

Häufige Fragen

Wie kalt werden die Seen in Sachsen im Winter? +

In sächsischen Seen liegen die Wintertemperaturen typischerweise zwischen null und vier Grad. Die großen Tagebauseen im Leipziger Neuseenland, also Cospudener See und Kulkwitzer See, sind tief und großflächig und halten sich länger bei drei bis vier Grad, während kleinere und flachere Gewässer schneller Richtung null gehen. Im Erzgebirge und im Vogtland ist es wegen der Höhenlage kälter, dort kann die Zschopau bei Braunsdorf im Hochwinter nahe am Gefrierpunkt liegen. Fließgewässer entziehen dem Körper durch die Strömung zusätzlich Wärme, weshalb dort kürzere Zeiten angesetzt werden sollten.

Frieren die sächsischen Tagebauseen zu? +

Die großen Bergbaufolgeseen wie der Cospudener See, der Kulkwitzer See und die Kiesgrube Birkwitz-Pratzschwitz sind tief und weitläufig und frieren nur in sehr kalten Wintern durchgehend zu; Randeis an den Ufern ist dagegen häufig. Kleinere Gewässer wie der Stausee Oberwald bei Callenberg oder der Natursee im Naherholungszentrum Pirna-Copitz bilden schneller eine Eisdecke. Vereine halten an ihren Einstiegen in solchen Fällen oft ein Loch frei, das aber nur von den Aktiven selbst genutzt werden sollte. Eigenständig auf eine Eisdecke zu gehen, um ins Wasser zu kommen, ist gefährlich und sollte unterbleiben.

Ist Eisbaden in Sachsen überall erlaubt? +

Das Sächsische Wassergesetz erlaubt das Baden in oberirdischen Gewässern grundsätzlich im Rahmen des Gemeingebrauchs, aber es gibt wichtige Ausnahmen. In Trinkwassertalsperren und Wasserschutzgebieten ist Baden untersagt, ebenso in Schifffahrts-, Hafen- und Wehrbereichen sowie in Naturschutzgebieten mit entsprechender Verordnung. Viele der genutzten Gewässer sind zudem bewirtschaftete Badeanlagen mit eigener Badeordnung, etwa das Stauseebad Cossebaude in Dresden oder das Naherholungszentrum Pirna-Copitz. Achte auf die Beschilderung und nutze im Zweifel die eingeführten Vereinsstandorte.

Hat Winterschwimmen in Sachsen Tradition? +

Ja, Sachsen gehört zu den Kernregionen des organisierten Winterschwimmens in Deutschland. Die Leipziger Pinguine gehen auf eine Gruppe von 1982 zurück und sind seit 2001 als Verein eingetragen, sie trainieren im Kulkwitzer See westlich von Leipzig. Dazu kommen die Chemnitzer Winterschwimmer am Stausee Oberwald, die Pirnaer Eisbrecher als Abteilung des VfL Pirna-Copitz 07 und die Eisfüchse Dresden an der Kiesgrube Birkwitz-Pratzschwitz. Diese Vereine verbinden Winterschwimmen oft mit Langstreckenschwimmen und nehmen an Wettkämpfen teil.

Kann man in Sachsen bei einem Verein mitmachen, und was braucht man dafür? +

Die sächsischen Winterschwimmvereine nehmen in der Regel Gäste und neue Mitglieder auf, erwarten aber sicheres Schwimmen und eine ehrliche Selbsteinschätzung. Üblich ist, dass man zunächst zu einem Training als Gast kommt, statt sofort auf Distanz zu schwimmen. Bei leistungsorientierten Wettkämpfen im Eisschwimmen ist meist ein ärztliches Attest oder zumindest eine Gesundheitsbestätigung nötig. Wer Herz-Kreislauf-Beschwerden, Bluthochdruck oder eine Herzerkrankung hat, sollte vorab ärztlich abklären lassen, ob Kaltwasserschwimmen infrage kommt.

Worauf muss man beim Eisbaden in sächsischen Flüssen achten? +

In der Zschopau bei Niederwiesa-Braunsdorf wird am Wehr bei der Kanusportanlage gebadet - genau solche Stellen verlangen Vorsicht, weil sich an Wehren Walzen und Rückströmungen bilden können. Geh nur unterhalb beziehungsweise in ruhigen Bereichen ins Wasser, nie in die unmittelbare Wehrstruktur, und prüf den Ausstieg vorher. Nach Regen und bei Schneeschmelze aus dem Erzgebirge steigen Pegel und Fließgeschwindigkeit schnell an, dann sollte man gar nicht baden. Fließendes Wasser kühlt schneller aus als stehendes, weshalb die Zeit im Fluss deutlich kürzer angesetzt gehört.

Wann beginnt und endet die Eisbade-Saison in Sachsen? +

Die Vereine beginnen meist im September oder Oktober mit der Kältegewöhnung und schwimmen bis März oder April. Die Wettkampfsaison im Winterschwimmen liegt schwerpunktmäßig zwischen Dezember und Februar, wenn das Wasser unter fünf Grad liegt. Die kältesten Wochen sind üblicherweise Mitte Januar bis Mitte Februar. Das Health Meeting Leipzig trainiert ganzjährig montags, mittwochs und donnerstags und schließt im Winter Winter- und Eisbaden am Cospudener See mit ein.

Gibt es in Sachsen offene Angebote ohne Vereinsmitgliedschaft? +

Ja. Das Health Meeting Leipzig organisiert seit 2014 kostenloses Outdoor-Training, das im Winter Winter- und Eisbaden einschließt, bevorzugt am Cospudener See bei Markkleeberg - hier kann man ohne Mitgliedschaft dazustoßen. In Niederwiesa-Braunsdorf trifft sich wöchentlich eine offene Gruppe an der Zschopau. Das Stauseebad Cossebaude in Dresden bietet Winterschwimmen im Rahmen des Badbetriebs an, also mit regulären Öffnungszeiten und Eintritt. Für alle offenen Angebote gilt: vorher kurz Kontakt aufnehmen, weil Termine wetterabhängig sind.

Welche Ausrüstung ist in Sachsen sinnvoll? +

Neoprenschuhe und Neoprenhandschuhe sind die wichtigsten Teile, weil Hände und Füße zuerst gefühllos werden und viele Einstiege über Kies, Steine oder vereiste Treppen führen. Dazu kommen eine warme Mütze, ein großes Handtuch oder ein Bademantel und Wechselkleidung in mehreren Schichten. Im Erzgebirge und an abgelegenen Tagebauseen lohnen sich zusätzlich winterfeste Schuhe für den Zuweg und eine Thermoskanne. Wer im Verein auf Distanz schwimmt, sollte beachten, dass bei offiziellen Eisschwimm-Wettkämpfen Neopren meist nicht zugelassen ist - für das normale Eisbaden gilt das nicht.

Wo kann man sich nach dem Eisbaden in Sachsen aufwärmen? +

Vereinsstandorte haben oft ein Vereinsheim, eine Umkleide oder eine Sauna in Reichweite, etwa im Naherholungszentrum Pirna-Copitz oder im Stauseebad Cossebaude, das als eines der größten Freibäder der Region über eine entsprechende Infrastruktur verfügt. An den Leipziger Seen liegen Gastronomie und Strandbereiche in Gehweite. Wärm dich nicht mit einer heißen Dusche auf, sondern langsam über trockene Kleidung, Bewegung und warme Getränke. Der Afterdrop, das weitere Absinken der Körperkerntemperatur, setzt erst einige Minuten nach dem Ausstieg ein.

Ist Eisbaden allein gefährlich? +

Ja. In den ersten Minuten löst kaltes Wasser einen Kälteschock mit unkontrolliertem Atemreflex aus, der Herzrhythmusstörungen begünstigen kann - auch bei gut trainierten Schwimmern. Danach setzt die Unterkühlung ein, die zuerst die Feinmotorik und dann die Schwimmbewegung beeinträchtigt. Geh deshalb nie allein ins Wasser, sondern immer mit jemandem, der an Land bleibt. Steig spätestens aus, wenn du zitterst oder starke Schmerzen in Fingerspitzen und Füßen spürst.

Wie fängt man in Sachsen als Anfänger richtig an? +

Der beste Einstieg ist im Spätsommer oder Frühherbst, wenn das Wasser noch bei 15 bis 18 Grad liegt, und dann kontinuierlich weiterzumachen, während es kälter wird. Beginn mit kurzen Aufenthalten von wenigen Sekunden bis maximal ein bis zwei Minuten und geh langsam ins Wasser, statt zu springen. Schließ dich für die ersten Male einer Gruppe an, etwa dem Health Meeting Leipzig oder einem der Vereine, damit jemand die Zeit im Blick behält. Das Ziel ist nicht die Dauer, sondern die ruhige, kontrollierte Atmung - wenn die nicht funktioniert, gehört man sofort aus dem Wasser.

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