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Naturbaden in Baden-Württemberg

21 Naturbäder in Baden-Württemberg

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Die Standorte

Alb bei Karlsruhe-Grünwinkel – Ice Dippers Karlsruhe Naturbad

Alb bei Karlsruhe-Grünwinkel – Ice Dippers Karlsruhe

76185 Karlsruhe

Die Alb ist ein kleiner Fluss, der quer durch Karlsruhe fließt; im Stadtteil Grünwinkel im Bereich Eckener- und Zeppelinstraße gibt es flache, zugängliche Uferstellen. Dort trifft sich die Meetup-Gruppe Ice Dippers Karlsruhe zum Eisbaden, laut Ankündigungen sonntags gegen elf Uhr. Das Wasser ist an dieser Stelle flach, man steht und hält Bodenkontakt, geschwommen wird nicht. Umkleiden oder Gastronomie gibt es nicht, angemeldet wird über die Meetup-Gruppe.

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Bodensee-Badestelle Langenargen (hinter Schloss Montfort) Naturbad

Bodensee-Badestelle Langenargen (hinter Schloss Montfort)

88085 Langenargen

Die Stelle hinter Schloss Montfort an der Uferpromenade von Langenargen wird in einem Outdooractive-Eintrag als Eisbade-Spot geführt, unterhalb der Seestraße 13. Belastbar belegt ist das nicht: Weder eine Gruppe noch Termine noch eine Winterschwimm-Tradition ließen sich bestätigen. Die Polizeiverordnung der Gemeinde untersagt das Baden in Grün- und Erholungsanlagen außerhalb dafür bestimmter Stellen, und die Promenade verläuft genau dort.

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Dietenbachsee Naturbad

Dietenbachsee

79110 Freiburg im Breisgau

Der Dietenbachsee liegt im Freiburger Westen zwischen Weingarten und dem Gewerbegebiet Haid und ist vom Zentrum aus schnell erreichbar. Der Baggersee wirkt naturnah, die Ufer sind teils bewachsen, dazwischen liegen Liegewiesen und flache Zugänge ins Wasser. Stege, Umkleiden oder Gastronomie gibt es nicht, der Zugang ist frei und kostenlos. Über die Wege entlang des Dietenbachs ist er gut mit dem Rad angebunden. Winterbaden ist hier laut Stadt Freiburg erlaubt.

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Dreisam – Abschnitt Kronenbrücke bis Café Extrablatt Naturbad

Dreisam – Abschnitt Kronenbrücke bis Café Extrablatt

79098 Freiburg im Breisgau

In der Dreisam ist Eisbaden in Freiburg nur auf dem kurzen Abschnitt zwischen Kronenbrücke und Café Extrablatt zulässig. Dort ist die Flusssohle gepflastert, sodass beim Hineingehen keine Fischlaichplätze zerstört werden. Der Einstieg erfolgt über die Uferstufen mitten in der Stadt, das Wasser ist flach und fließt spürbar. Der Abschnitt darf nicht verlassen werden, sonst gilt bis Ende April ein Betretungsverbot zum Schutz der Bachforellen.

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Flückigersee (Seepark Freiburg) Naturbad

Flückigersee (Seepark Freiburg)

79110 Freiburg im Breisgau

Der Flückigersee ist der Badesee im Seepark Betzenhausen, rund 15 Radminuten westlich der Freiburger Innenstadt. Er ist frei zugänglich, rundherum liegen große Liegewiesen, ein Rundweg und an der Westseite ein Restaurant mit Biergarten. Der Einstieg erfolgt über die flach auslaufenden Wiesen- und Kiesufer, am Nordufer gibt es einen FKK-Bereich. Die Straßenbahnlinie 1 hält am Betzenhauser Torplatz. Die Stadt Freiburg führt den See als Badegewässer, in dem Winterbaden erlaubt ist.

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Großer Opfinger See Naturbad

Großer Opfinger See

79112 Freiburg im Breisgau

Der Große Opfinger See liegt westlich von Freiburg bei Opfingen und ist der größere der beiden Opfinger Baggerseen. Rund um das Wasser ziehen sich weitläufige Liegewiesen, dazwischen liegen ruhige Uferabschnitte und ausgewiesene Grillplätze. Ins Wasser geht es von der Wiese oder über Kiesufer, Stege gibt es nicht. Der See ist nicht bewirtschaftet, geparkt wird an den Zufahrten, mit dem Rad ist er gut erreichbar. Winterbaden ist hier laut Stadt Freiburg erlaubt.

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Kirnbergsee Naturbad

Kirnbergsee

78199 Bräunlingen

Der Kirnbergsee bei Bräunlingen ist ein 1922 angelegter Stausee auf 785 Metern, mit Badestegen, naturbelassenen Stränden und Liegewiese. Eine städtische Rechtsverordnung regelt die Nutzung: Baden ist grundsätzlich für jeden erlaubt, Nichtschwimmer sind aber ausgeschlossen und Hineinspringen ist verboten. Am Nordufer und an der Staumauer fällt die Böschung steil ab, dort wird es bis zu zwölf Meter tief.

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Kleiner Opfinger Baggersee (Ochsenmoos) Naturbad

Kleiner Opfinger Baggersee (Ochsenmoos)

79112 Freiburg im Breisgau

Der Kleine Opfinger Baggersee, auch Ochsenmoos genannt, liegt im Westen Freiburgs zwischen Opfingen und Waltershofen und ist deutlich ruhiger als die stadtnahen Seen. Am Ufer wechseln sich Liegewiesen mit kleinen, versteckten Buchten und Grillplätzen ab, der Einstieg erfolgt direkt von der Wiese oder vom Kiesufer. Umkleiden oder Gastronomie gibt es nicht, geparkt wird an der Zufahrt. Die Stadt Freiburg führt den See als Badegewässer, in dem Winterbaden erlaubt ist.

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Mathislesweiher Naturbad

Mathislesweiher

79856 Hinterzarten

Der Mathisleweiher bei Hinterzarten ist ein flacher Moorsee auf 999 Metern, knapp zwei Hektar groß, entstanden durch den Aufstau einer Endmoräne. Er liegt im Naturschutzgebiet Eschengrundmoos und ist nur zu Fuß erreichbar, rund 500 Meter abseits des Westwegs. Baden ist am Südufer erlaubt; Nord- und Ostufer sowie die Trampelpfade dürfen nicht betreten werden. Infrastruktur gibt es keine: keine Umkleiden, keine Toiletten, keinen Steg. Der Zugang ist frei und ganzjährig möglich.

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Moosweiher Naturbad

Moosweiher

79110 Freiburg im Breisgau

Der Moosweiher liegt im Freiburger Norden zwischen Landwasser und Lehen und ist der ruhigste der stadtnahen Badeseen. Rund um das Wasser gibt es Liegewiesen, einen großen Spielplatz, eine Halfpipe, Fußball- und Beachvolleyballfelder sowie Minigolf. Der Einstieg erfolgt über die flachen Uferbereiche an den Wiesen, Badestege gibt es nicht. Mit der Straßenbahnlinie 1 ist der See gut ohne Auto erreichbar. Die Stadt Freiburg erlaubt hier ausdrücklich das Winterbaden.

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Nagoldtalsperre (oberer See) Naturbad

Nagoldtalsperre (oberer See)

72297 Seewald

Die Nagoldtalsperre bei Seewald im Nordschwarzwald dient dem Hochwasserschutz und der Niedrigwasseraufhöhung. Wichtig zu wissen: Baden ist ausschließlich im Vorbecken erlaubt, der rund 800 Meter langen Vorsperre etwa 800 Meter flussaufwärts der Hauptsperre; im Hauptsee ist es nicht zulässig. Das Vorbecken hat knapp neun Hektar, die Wasserqualität wird laufend geprüft. Rund um die Talsperre gibt es sechs öffentliche Parkplätze und WC-Anlagen, der Kiosk am Vordamm öffnet nur in der Saison.

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Neujahrsschwimmen im Bodensee (DLRG Bodenseekreis) Naturbad

Neujahrsschwimmen im Bodensee (DLRG Bodenseekreis)

88045 Friedrichshafen

Am Neujahrstag richtet die DLRG Bodenseekreis ihr traditionelles Neujahrsschwimmen in Friedrichshafen aus. Gestartet wird am Ufer bei der Schlosskirche, geschwommen wird rund 1,5 Kilometer an der Promenade entlang bis zum Moleturm. Im Wasser sind vor allem Einsatztaucher und Rettungsschwimmer der DLRG, meist in Neopren und begleitet von Ruderboot und Motorrettungsboot. Die Wassertemperatur liegt dabei meist bei etwa fünf bis sechs Grad. Zuschauer verfolgen das Ganze von der Uferpromenade aus.

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Nonnenmattweiher Naturbad

Nonnenmattweiher

79692 Kleines Wiesental

Der Nonnenmattweiher im Kleinen Wiesental ist ein Karsee auf 915 Metern, rund drei Hektar groß, mit einer schwimmenden Torfinsel als Besonderheit des Naturschutzgebiets. Baden ist erlaubt, aber ausschließlich in der abgegrenzten Badebucht im Norden; eine Barriere aus schwimmenden Baumstämmen trennt sie vom Südteil mit der Insel. Stege oder Leitern gibt es nicht und dürfen laut Verordnung auch nicht errichtet werden. Vom Parkplatz sind es rund 500 Meter zu Fuß bis zur Fischerhütte am See.

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Schluchsee Naturbad

Schluchsee

79859 Schluchsee

Der Schluchsee ist mit 517 Hektar der größte See im Schwarzwald und bis 62 Meter tief, ein Stausee, der als Oberbecken eines Pumpspeicherkraftwerks dient. Der Pegel kann im Winter um bis zu 16 Meter abgesenkt werden, das Ufer verändert sich entsprechend. Als Eisbade-Einstieg wird der flache Strandbereich gegenüber dem Café am See im Wolfsgrund genannt. Das Freibad aqua fun ist im Winter geschlossen. Parken kostet 1,60 Euro je Stunde, höchstens 8 Euro am Tag.

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Schlüchtsee Naturbad

Schlüchtsee

79865 Grafenhausen

Der Schlüchtsee liegt auf rund 900 Metern Höhe bei Grafenhausen im Südschwarzwald und ist ein etwa sechs Hektar großer, bis zu fünf Meter tiefer See innerhalb eines Naturschutzgebiets. Ursprünglich wurde er als Fisch- und Eisweiher angelegt, heute dient er als frei zugängliches Naturgewässer ohne Badeanstalt, Kasse oder feste Infrastruktur. Im Jahr 2024 war der Badebetrieb komplett gesperrt, weil der Damm nicht mehr als standsicher galt und ein Dammbruch nicht ausgeschlossen werden konnte.

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Titisee Naturbad

Titisee

79822 Titisee-Neustadt

Der Titisee im Hochschwarzwald liegt auf knapp 846 Metern und ist bis 39 Meter tief, entsprechend kalt bleibt er. Die städtische Badestelle an der Strandbadstraße ist kostenlos zugänglich und hat Sandstrandbereich, Liegewiese und Umkleiden, aber keine Schließfächer und keine Wasseraufsicht. Der Bahnhof Titisee liegt in Gehweite, der Parkplatz an der Badestelle kostet ab vier Stunden 9 Euro. Eine Eisfläche gibt der Bauhof erst ab mindestens 16 Zentimetern Kerneis frei, und dann nur Teilbereiche.

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Tunisee Naturbad

Tunisee

79108 Freiburg im Breisgau / Hochdorf

Der Tunisee liegt im Freiburger Ortsteil Hochdorf nahe der Autobahnausfahrt Freiburg-Nord. Der rund acht Hektar große und bis zu zwölf Meter tiefe Baggersee entstand beim Bau der A5 und gehört zum Camping- und Freizeitgelände an der Seestraße. Am Ufer gibt es Liegewiesen, eine Tauchbasis, eine Wasserskianlage sowie Kiosk und Restaurant, Parkplätze sind vorhanden. Die Anfahrt ist über Schilder mit der Aufschrift Badeseen ausgewiesen. Die Stadt Freiburg erlaubt hier das Winterbaden.

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Windgfällweiher Naturbad

Windgfällweiher

79853 Lenzkirch

Der Windgfällweiher bei Lenzkirch liegt auf 966 Metern, misst knapp 20 Hektar und ist maximal sechs Meter tief, ein ursprünglicher Moorsee, der 1895 aufgestaut wurde. Zum Eisbaden trifft man sich am Ufer gegenüber der Köhlerei am See; das Ufer ist angenehm flach, auch für Ungeübte gut machbar. Die Gruppe Eisbaden Hochschwarzwald verabredet sich dort regelmäßig, angekündigte Treffen begannen um 14 Uhr.

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Wunnebad Winnenden – ganzjährig geöffnetes Freibad Naturbad

Wunnebad Winnenden – ganzjährig geöffnetes Freibad

71364 Winnenden

Das Wunnebad in Winnenden hat ein 50-Meter-Freibecken, das fast ganzjährig geöffnet ist und nur im April schließt. Das Wasser ist beheizt, es ist also kein klassisches Eisbaden, sondern Schwimmen im Freien bei winterlichen Außentemperaturen. Von Montag bis Freitag steht morgens zwischen sieben und zehn Uhr draußen ausschließlich das Sportbecken mit 1,80 bis 2,00 Metern Tiefe zur Verfügung. Genau diese Frühschwimmzeit nutzt eine feste Gruppe von Winterschwimmern.

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Epplesee – Ice Dippers Karlsruhe Naturbad

Epplesee – Ice Dippers Karlsruhe

76287 Rheinstetten

Der Epplesee ist ein Baggersee bei Rheinstetten-Forchheim südlich von Karlsruhe und einer der bekanntesten Badeseen der Region. Ein Sandstrand zieht sich vom Ostufer über den Norden bis zum Westufer, im Osten schließt eine große Liegewiese an, dazu gibt es Toiletten und saisonale Gastronomie. Im Norden liegt ein großer, im Sommer gebührenpflichtiger Parkplatz, mit der S4 oder S41 kommt man bis Forchheim. Die Gruppe Ice Dippers Karlsruhe organisiert hier gemeinsame Eisbade-Termine.

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Silbersee Naturbad

Silbersee

79108 Freiburg im Breisgau

Der Silbersee liegt im Freiburger Norden direkt neben dem Tunisee und ist einer der wenigen Seen in Baden-Württemberg, die von Anfang an als Badesee angelegt wurden. Rund um das Wasser gibt es große Liegewiesen, einen kleinen Spielplatz, ein Restaurant und einen angrenzenden Campingplatz. Der Einstieg führt von den Wiesen über flache Uferbereiche ins Wasser, Stege gibt es nicht. Die Anfahrt erfolgt über die Ausfahrt Freiburg-Nord. Winterbaden ist hier laut Stadt Freiburg erlaubt.

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Naturbaden in Baden-Württemberg: was du wissen solltest

Baden-Württemberg kommt im Verzeichnis auf 21 Badestellen im Freien und liegt damit bundesweit auf Platz zwei, hinter Bayern mit 26. Sie verteilen sich auf 15 Orte, allein sieben davon liegen in Freiburg im Breisgau, dazu je eine in Titisee-Neustadt und am Schluchsee. Von einer Stelle zur nächsten sind es im Mittel 4,9 Kilometer, das ist der kürzeste Wert aller Bundesländer, in Bayern sind es 8,9 und in Niedersachsen 22,0.

Preise nennen die Einträge in 7 Fällen, und sie bleiben niedrig. Die Spanne reicht von 5 bis 15 Euro, die Hälfte davon liegt zwischen 7 und 9 Euro, der mittlere Wert bei 8 Euro. Wassertemperaturen sind nicht hinterlegt, Bewertungen gibt es bisher keine. Der kürzeste Abstand zwischen zwei Einträgen beträgt 0,0 Kilometer, dahinter stehen zwei Einträge an praktisch derselben Stelle.

Mit 21 Stellen deckt das Land gut ein Sechstel der 130 Badestellen ab, die bundesweit verzeichnet sind. Wer lieber in die trockene Kälte möchte: Für Baden-Württemberg führt das Verzeichnis zusätzlich 34 Kältekammern und 12 Eisbäder.

Zum Weiterlesen Eisbaden für Anfänger: die ersten vier Wochen Wie du anfängst, wie lange du bleibst und worauf du am offenen Gewässer achten solltest.

Häufige Fragen

Wie kalt werden die Seen in Baden-Württemberg im Winter? +

In der Oberrheinebene, also an den Freiburger und Karlsruher Baggerseen, liegen die Wintertemperaturen typischerweise bei etwa drei bis sechs Grad, weil das Klima dort mild ist und viele Seen von Grundwasser gespeist werden. In den Schwarzwald-Hochlagen ist es deutlich kälter: Titisee, Schluchsee, Windgfällweiher und Nonnenmattweiher liegen zwischen rund 780 und 1000 Metern Höhe, und dort sind Werte um null bis drei Grad normal. Der Bodensee als großer, tiefer See bleibt meist im Bereich von etwa vier bis sechs Grad. Flüsse wie Dreisam und Alb folgen der Lufttemperatur schneller und können bei Dauerfrost fast auf null gehen.

Frieren die Schwarzwaldseen im Winter zu? +

Die kleinen, flachen Hochlagenseen bekommen in kalten Wintern regelmäßig eine Eisdecke - das betrifft etwa den Mathisleweiher bei Hinterzarten, den Nonnenmattweiher und den Windgfällweiher. Der Titisee und der Schluchsee frieren als tiefere Seen deutlich seltener vollständig zu, an den Ufern bildet sich aber häufig Randeis. Ob eine Eisdecke trägt, lässt sich von außen nicht beurteilen, und das Betreten ist an vielen Seen ohnehin untersagt. Wenn Eis liegt, ist es sicherer, auf einen offenen See oder ein Fließgewässer auszuweichen, statt ein Loch zu schlagen.

Ist Eisbaden in Baden-Württemberg überall erlaubt? +

Das Wassergesetz für Baden-Württemberg erlaubt das Baden in oberirdischen Gewässern grundsätzlich als Gemeingebrauch, aber es gibt in diesem Bundesland auffallend viele örtliche Einschränkungen. Am Kirnbergsee regelt eine städtische Rechtsverordnung die Nutzung, an der Nagoldtalsperre ist Baden ausschließlich im Vorbecken zulässig, und in Freiburg ist das Baden in der Dreisam nur auf dem Abschnitt zwischen Kronenbrücke und Café Extrablatt erlaubt. Dazu kommen Naturschutzgebiete wie am Nonnenmattweiher und am Mathisleweiher mit eigenen Regeln. Lies die Beschilderung vor Ort, sie ist hier die verbindliche Quelle.

Was muss man beim Eisbaden in Naturschutzgebieten im Schwarzwald beachten? +

Mehrere der bekanntesten Schwarzwaldseen liegen in Schutzgebieten, etwa der Mathisleweiher im Naturschutzgebiet Eschengrundmoos und der Nonnenmattweiher mit seiner schwimmenden Torfinsel. Dort ist Baden häufig nur an ausgewiesenen Stellen zulässig, das Verlassen der Wege, das Betreten von Ufer- und Moorbereichen sowie das Baden mit Hund sind oft untersagt. Moorseen sind ökologisch empfindlich; schon das Betreten der Uferzone kann Schaden anrichten. Bleib auf den markierten Zugängen, geh nur in kleinen Gruppen und lass keine Spuren zurück - andernfalls drohen Nutzungsverbote für alle.

Worauf muss man beim Eisbaden in Dreisam und Alb achten? +

In Freiburg ist der freigegebene Dreisam-Abschnitt zwischen Kronenbrücke und Café Extrablatt bewusst gewählt: Die Flusssohle ist dort gepflastert, sodass beim Hineingehen keine Fischlaichplätze zerstört werden. In der Alb bei Karlsruhe-Grünwinkel nutzen die Ice Dippers flache, gut zugängliche Uferstellen. In beiden Flüssen gilt: Bei Hochwasser, nach starkem Regen und bei Schneeschmelze aus dem Schwarzwald steigen Pegel und Strömung schnell an, dann gehört man nicht ins Wasser. Fließendes Wasser kühlt den Körper schneller aus als ein See, deshalb sollten die Aufenthaltszeiten kürzer sein.

Was ist am Schluchsee im Winter besonders? +

Der Schluchsee ist kein natürlicher See, sondern ein Stausee und dient als Oberbecken eines Pumpspeicherkraftwerks. Der Pegel kann im Winter um bis zu 16 Meter abgesenkt werden, wodurch der Uferbereich völlig anders aussieht als im Sommer: Es entstehen weite, steinige und teils schlammige Flächen, gewohnte Einstiege liegen dann trocken. Rechne also damit, dass der Weg ins Wasser länger, rutschiger und unübersichtlicher ist als erwartet, und prüf den Ausstieg, bevor du hineingehst. Mit 62 Metern Tiefe und 517 Hektar ist der Schluchsee zugleich der größte See im Schwarzwald und friert nur ausnahmsweise durchgehend zu.

Wann beginnt und endet die Eisbade-Saison in Baden-Württemberg? +

Die meisten Gruppen fangen im Oktober oder November an und baden bis März oder April. In den Schwarzwald-Hochlagen beginnt die richtig kalte Phase früher als in der Rheinebene, weil Seen wie Titisee und Windgfällweiher schon im Spätherbst deutlich abkühlen. Die kältesten Wochen liegen üblicherweise zwischen Mitte Januar und Mitte Februar. Als fester Termin gilt das Neujahrsschwimmen der DLRG Bodenseekreis am 1. Januar in Friedrichshafen.

Gibt es in Baden-Württemberg Gruppen, bei denen man mitmachen kann? +

Ja. Die Ice Dippers Karlsruhe organisieren sich als Meetup-Gruppe und treffen sich unter anderem an der Alb in Grünwinkel und am Epplesee bei Rheinstetten. Am Bodensee richtet die DLRG Bodenseekreis das Neujahrsschwimmen in Friedrichshafen aus, bei dem rund 1,5 Kilometer an der Promenade entlang geschwommen wird. In Freiburg und im Hochschwarzwald bilden sich regelmäßig lose Treffs an Windgfällweiher, Titisee und den Baggerseen. Für den Einstieg ist eine Gruppe sinnvoll, weil immer jemand an Land bleiben sollte.

Braucht man eine Anmeldung oder muss man Eintritt zahlen? +

An frei zugänglichen Seen und Flussabschnitten ist das Baden kostenlos und ohne Anmeldung möglich, etwa am Flückigersee, an den Opfinger Seen, am Titisee an der städtischen Badestelle oder am Epplesee. Kostenpflichtig sind bewirtschaftete Anlagen: Der Tunisee gehört zu einem Campingpark, und ganzjährig geöffnete Bäder wie das Wunnebad in Winnenden verlangen den üblichen Eintritt. Für Veranstaltungen wie das Neujahrsschwimmen in Friedrichshafen ist in der Regel eine Anmeldung nötig. Prüf außerdem im Winter, ob Parkplätze und Zuwege an Hochlagenseen überhaupt geräumt sind.

Welche Ausrüstung ist in Baden-Württemberg sinnvoll? +

Neoprenschuhe und Neoprenhandschuhe sind an den steinigen Schwarzwaldseen und in Dreisam und Alb praktisch Pflicht, weil Grund und Uferstufen rutschig und scharfkantig sind. Dazu kommen Mütze, großes Handtuch oder Bademantel und trockene Wechselkleidung in mehreren Schichten. In den Hochlagen zwischen 780 und 1000 Metern solltest du zusätzlich winterfeste Schuhe für den Zuweg und windfeste Oberbekleidung einpacken, weil die Wege häufig vereist oder verschneit sind. Eine Thermoskanne mit Heißgetränk gehört bei den abgelegeneren Seen ohne Gastronomie dazu.

Ist Eisbaden allein gefährlich? +

Ja. In den ersten Minuten löst kaltes Wasser einen Kälteschock mit unkontrolliertem Atemreflex aus, der auch geübte Schwimmer trifft und Herzrhythmusstörungen begünstigen kann. Hinzu kommt die Unterkühlung, die zuerst die Feinmotorik und dann die Schwimmfähigkeit beeinträchtigt. Geh deshalb nie allein ins Wasser, sondern immer mit jemandem, der an Land bleibt und die Zeit im Blick behält. Steig spätestens aus, wenn du zitterst oder starke Schmerzen in Fingern und Zehen spürst.

Welche Alternativen gibt es, wenn die Seen zugefroren sind? +

Das Wunnebad in Winnenden hat ein 50-Meter-Freibecken, das fast ganzjährig geöffnet ist und nur im April schließt - das Wasser ist allerdings beheizt, es ist also Freiwasserschwimmen und kein klassisches Eisbaden. Verlässlich offen bleiben außerdem der Bodensee, die tiefen Baggerseen der Rheinebene wie Tunisee, Silbersee und die Opfinger Seen sowie die Fließgewässer Dreisam und Alb. Wer im Hochschwarzwald wohnt, weicht bei Eis am besten in die Rheinebene aus, wo die Seen milder bleiben. Ein Loch in eine Eisdecke zu schlagen und diese zu betreten ist keine sichere Alternative.

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